Das Wunder der Zinsenszinsen: So steigt Ihr Vermögen
Sehr geehrte Anleger,
bei vielen der stark gefallenen Werte, in die wir in den letzten zwölf Monaten investiert haben, scheint nun der Wind zu drehen: Teleperformance, Adobe, CTS Eventim oder Gartner. CTS Eventim ist vom Tief Ende März um fast 14 % gestiegen, Adobe vom Tief Anfang April um 13 % und Teleperformance seit seinem Tief am 25. März um massive 64 %. Viele dieser Unternehmen sind scheinbare KI-Verlierer – also Unternehmen, bei denen „der Markt“ glaubte, dass Künstliche Intelligenz die Geschäftsmodelle schnell überflüssig machen würde. Wir haben uns die Unternehmen im Detail angesehen.
Das Ergebnis unserer Analysen: Die Sorgen sind übertrieben. Natürlich gibt es Herausforderungen. Natürlich müssen wir die fundamentalen Entwicklungen weiterverfolgen. Aber die drastischen Kursrückgänge bei Firmen im Softwaresegment sind das Spiegelbild zur übertriebenen Euphorie im Bereich KI. Adobe hat zum Beispiel sein Geschäftsmodell auf Abomodelle und Lösungen on Demand umgestellt und wächst bis heute zweistellig. Junge Menschen nutzen die Fotobearbeitungssoftware „Lightroom“ für Selfies. Kreative nutzen die professionellen Bildbearbeitungslösungen von Adobes Creative Cloud. Schaut man aber auf den Kurs, so würde man meinen, das Unternehmen stagniert. Adobe ist jedoch 2025 im Umsatz um 11 % gewachsen.

Natürlich gibt es Risiken. Vielleicht verschwindet Teleperformance in einigen Jahren wirklich aufgrund der KI. Aber es wird nicht kurzfristig geschehen. Im Moment sieht es eher danach aus, dass das Unternehmen sein Geschäftsmodell mithilfe von KI intelligent ergänzt, anstatt es dadurch zu ersetzen.
Bei den meisten aktuellen KI-Verlierern wissen wir nicht, was in zehn Jahren sein wird. Aber die Unternehmen, die in zehn Jahren aller Wahrscheinlichkeit noch da sein werden – Microsoft, Alphabet etc. – sind aktuell recht teuer. Sie haben weiterhin in unseren Portfolios ihren festen Platz. Daneben investieren wir auch in Unternehmen, bei denen unser Investmenthorizont drei oder vier Jahre beträgt. Bei Adobe und CTS Eventim können wir uns auch einen längeren Investmenthorizont vorstellen.
Vermögensaufbau ist ein Langstreckenlauf. Das Wunder der Zinseszinsen sorgt dafür, dass Ihr Vermögen erst langsam und dann immer schneller wächst. Kürzlich machte der Erfolgstrainer Tony Robbins einen schönen Vergleich: Wenn Sie alle iPhone-Modelle von 2008 bis heute gekauft hätten, hätten Sie insgesamt 22.000 USD ausgegeben. Wenn Sie stattdessen zu den jeweiligen Zeitpunkten für dieselben Summen Apple-Aktien gekauft hätten, wären daraus heute 326.000 USD geworden. Natürlich hinkt der Vergleich etwas, denn Sie vergleichen Konsumausgaben mit einem Investment, und nicht zwei Investments. Aber dennoch ist das Beispiel illustrativ. In den nächsten Jahren wird es herausfordernder, weil das Bewertungsniveau der Aktienmärkte insgesamt hoch ist. Deswegen suchen wir auch in vernachlässigten Sektoren.
Unsere diesbezüglichen Investmentthesen überprüfen wir regelmäßig. Bei den Unternehmen in der oben angeführten Tabelle sind diese weiterhin intakt.
Mehr über unsere Strategien erfahren Sie in unserem aktuellen Fondsbericht. Unser Kundenteam – Philipp Schäferhoff und Daniel Michailow – beantwortet gerne Ihre Fragen im persönlichen Gespräch.
Auf gute Investments!
Ihr

Prof. Dr. Max Otte
Gründer und Chief Investment Officer
Privatinvestor Kapitalanlage
Dieser Text ist ein Auszug aus der Kolumne von Prof. Dr. Max Otte, die im Kapitalanlagebrief „Der Privatinvestor“ 20/2026 vom 21.05.2026 erschienen ist.


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