Warren Buffett: „Apple ist besser als jedes Berkshire-Unternehmen“

Im vergangenen März hielt Prof. Dr. Max Otte für unsere Investoren ein Webinar zum Thema „Was ist Berkshire wert?“ ab. Der Hintergrund ist, dass die Max Otte Fonds zu Beginn des Jahres mit signifikanten Positionen bei Warren Buffetts Investmentfirma Berkshire Hathaway eingestiegen sind.

In Buffetts Aktienportfolio ist Apple die mit Abstand größte Position – mit einer Gewichtung von 47,6%. Berkshire hat also fast die Hälfte seines Aktienvermögens in den kalifornischen Big-Tech-Konzern investiert. Mehrere Teilnehmer stellten deshalb die Frage: Ist Apple bei Berkshire nicht schon übergewichtet?

Bei der Investorenversammlung im vergangenen Monat wurde auch Warren Buffett und Charlie Munger diese Frage live gestellt. Wir haben ihre Antwort für Sie hier zusammengefasst. Sie können diese auch bei der Videoaufzeichnung von CNBC ab 2:02:11 auf Englisch nachsehen.

Im Folgenden Lesen Sie, warum Berkshire Hathaway sich derart stark bei Apple engagiert.

Lieber in wenige gute Ideen investieren als in viele schlechte

Zunächst zieht Warren Buffett einen Vergleich zu den Private-Equity-Positionen von Berkshire. Hierzu gehört beispielsweise die Eisenbahngesellschaft Burlington Northern Santa Fe (BNSF). Apple ist aus seiner Sicht ein noch besseres Unternehmen als diejenigen, die Berkshire bereits zu 100% besitzt:

„Apple ist einfach ein besseres Unternehmen als alle anderen und wir haben daher eine beträchtliche Menge Geld investiert. Wir haben mehr Geld in Apple investiert als in die Eisenbahn. Unsere Eisenbahn ist ein sehr gutes Unternehmen, aber bei weitem nicht so gut wie Apple.“

Die Qualität von Apple liegt laut Buffett vor allem darin, dass die Produkte im Leben der Verbraucher eine außergewöhnliche Bedeutung einnehmen:

„Apple hat eine sehr starke Stellung bei den Verbrauchern. Sie zahlen 1.500 Dollar oder einen ähnlichen Betrag für ein Smartphone. Dieselben Leute bezahlen 35.000 Dollar für ein zweites Auto. Wenn sie sich zwischen einem zweiten Auto und ihrem iPhone entscheiden müssten, würden sie auf ihr zweites Auto verzichten. Das ist außergewöhnlich.“

Buffett bereut nicht, zu viele, als vielmehr zu wenige Aktien von Apple zu halten:

„Bei Apple sind wir sehr froh über unseren Anteil von 5,6% oder vielleicht etwas mehr. Wir freuen uns über jedes Zehntelprozent, das wir dazu bekommen. Das ist, als würden wir 100 Millionen Dollar zu unseren Gewinnen hinzufügen.“

„Vor ein paar Jahren habe ich einen Fehler gemacht – und einige Aktien von Apple verkauft.“

Buffetts Partner Charlie Munger ergänzte den Vortrag mit einer grundsätzlichen Überlegung zum Thema Diversifikation:

„In der modernen universitären Ausbildung lernt man, dass eine umfassende Diversifikation beim Investieren in Aktien absolut erforderlich ist. Das ist eine wahnsinnige Idee. Eine Vielzahl guter Gelegenheiten lässt sich nicht so einfach finden. Wenn ich nur drei habe, bin ich lieber in meinen besten Ideen als in meinen schlechtesten investiert.“

Laut Munger schlägt die pragmatische Klugheit beim Investieren die Aussagekraft von theoretischen Modellen, wie sie in akademischen Kreisen beliebt sind:

„Wir sind nicht so schlau, aber wir wissen, wo unsere Grenzen liegen. Das ist ein sehr wichtiger Teil der praktischen Intelligenz. Viele Menschen, die gemäß IQ-Test genial sind, halten sich für viel schlauer, als sie es tatsächlich sind – und das ist gefährlich. Aber wenn man seine eigenen Fähigkeiten ziemlich gut einschätzen kann, sollte man die meisten Vorstellungen unserer Experten darüber ignorieren, was ich als Entwertung von Portfolios (deworthification) bezeichne.“

Auf der jüngsten Hauptversammlung bekräftigten Buffett und Munger ihr Investment bei Apple. Die hohe Gewichtung folgt der wertorientierten Anlagephilosophie. Je strenger die Auswahl bei Aktien, desto weniger Unternehmen gibt es, die ein Investment rechtfertigen.

Die Korrektur im Big-Tech-Sektor ist für Apple bereits überwunden: Seit Jahresbeginn hat die Aktie über 30 Prozent Plus gemacht und steht aktuell nur noch knapp unter ihrem historischen Höchststand aus dem August 2022. Hiervon profitiert nicht zuletzt auch die Berkshire-Aktie:

Kursentwicklung der Berkshire B-Aktie, Chart: Google

Investieren Sie mit unseren Fonds in Berkshire und Apple

Über die Max Otte Fonds können Sie in Berkshire Hathaway – und damit auch Apple – investieren. Auf unserem Blog und im Newsletter halten wir Sie über die Entwicklung bei Buffetts Unternehmen und seinen Beteiligungen auf dem Laufenden.

Um mehr über Ihre Möglichkeiten zur Zeichnung zu erfahren, vereinbaren Sie heute noch Ihr persönliches Informationsgespräch.


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